Gedanken zur Monatslosung Februar

    • 1. Februar 2018
    450 300 Freie evangelische Gemeinde (FeG) Bonn - die City-Kirche im Herzen von Bonn!

    Für den Monat Februar wurde das Bibelwort aus 5. Mose 30,14 als Monatsspruch ausgelost.

    Gott spricht: „Denn ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und deinem Herzen, dass du es tust.“

    Das gesamte 5. Buch Mose (Deuteronomium, zweite Gesetz) ist eine Zusammenfassung der Geschichte Gottes mit und der Verkündigung Gottes an sein Volk. Gegen Ende des Lebens Mose bringt Gott das Wesentliche durch seinen autorisierten Leiter noch einmal auf den Punkt.

    Das Gebot Gottes, der Wille Gottes, vermittelt in seinem Wort, ist nicht zu hoch oder auch nicht zu weit weg (Vers 11). Niemand muss in den Himmel fahren oder das Wort Gottes jenseits des Meeres suchen.

    Gottes Wort ist nahe. Durch das Wort ist Gott selbst nicht fern. In den Psalmen bekennt der Beter: „Gott nahe zu sein, das ist mein Glück.“ (Psalm 72,23)
    Im Neuen Testament wird genau dies von Jesus Christus, dem Wort Gottes gesagt. Da heißt es in Apostelgeschichte 17,27: „Fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns.“

    Gott, sein Wort, sein Zuspruch und Anspruch sind nicht weit weg von uns. Das gilt sowohl räumlich als auch geistlich.

    Gott präzisiert, dass sein Wort im Mund ist. Es handelt sich also nicht nur um Wissen, die einzelnen Worte sind nur im Gehirn abgespeichert, wurden irgendwann einmal auswendig gelernt. Die Juden sind – gerade uns Freikirchlern – darin Vorbild, dass sie Gottes Wort aussprechen. Dass sie es in den Mund nehmen. Wer Gottes Wort laut ausspricht, dessen Augen, Mund und Lippen und Ohren sind beschäftigt, betroffen, konfrontiert. Wie wohltuend ist es, im Gottesdienst gemeinsam Bekenntnisse zu singen oder zu beten!

    Aber das Wort Gottes soll nicht nur im Mund sein. Was hilft das Aufsagen von Bibelworten, wenn das Herz nicht dabei ist. Das Wort Gottes ist auch im Herzen.
    Der Weg ins Herz ist lang. Er beginnt damit, dass ich Gottes Wort immer und immer wieder lese, laut spreche und so auswendig lerne. Der nächste und entscheidende Schritt ist, dass Gottes Wort in der Zentrale meines Lebens die Weichen stellt. Gottes Wort verändert mich, nicht in erster Linie mein Umfeld. Gottes Wort tröstet, ermutigt, korrigiert und macht froh und frei. Viele von uns haben dies schon wunderbar erlebt. Berichtet doch davon in Euren Kleingruppen!

    Und damit sind wir bei einem letzten, was Gott uns mit dem Monatsspruch zuspricht: Gottes Wort soll nicht nur gewusst, nicht nur bekannt, nicht nur im Herzen sein. Es will und soll getan werden.

    Im Rahmen des Bibelleseprojektes habe ich heute unter anderem das 13. Kapitel des Johannesevangeliums gelesen. Dort sagt Jesus folgendes: „Wenn ihr dies wisst – selig seid ihr, wenn ihrs tut.“ (Vers 17)

    Jedes Wort Gottes, das wir wissen und nicht tun, wird uns zum Richter. Deshalb: Wir lesen, studieren, kauen Gottes Wort, wir „gehen unter Gottes Wort“, wir reden darüber und sprechen es uns gegenseitig zu. Und wir helfen einander, Gottes Wort zu leben.

    Gott spricht: „Denn ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und deinem Herzen, dass du es tust.“

    So wünsche und erbitte ich Ihnen und Euch einen gesegneten neuen Monat.

    Pastor Andreas Fehler