Gedanken zur Losung April

    • 9. April 2018
    450 300 Freie evangelische Gemeinde (FeG) Bonn - die City-Kirche im Herzen von Bonn!

    Für den Monat April wurde das Bibelwort aus der Ostergeschichte, Johannes 20,21 als Monatsspruch ausgelost:
    „Friede sei mit Euch! Wie mich mein Vater gesandt hat, so sende ich Euch!“ (spricht Jesus zu seinen Jüngern)

    Es ist Ostern, aber keiner der Jünger glaubt es (wirklich). Sie haben zwar das leere Grab gesehen, ein Engel hat es ihnen bezeugt, die Frauen sprechen davon.
    Von Hoffnung und Freude keine Spur. Johannes schildert uns, dass die Jünger „aus Angst vor den Juden die Türen verschlossen hatten“. Zweifel, Verzweiflung, Depression, Selbstvorwürfe, trübe Gedanken.

    Und Jesus tritt mitten unter sie. Plötzlich ist er da. Alle Augen schauen auf IHN. Was wird jetzt kommen? Wird er sie mit Vorwürfen übersähen? Wir er sie kollektiv verurteilen oder bekommt jeder einzeln sein Fett ab?

    Jesus, der Auferstandene ist immer noch auch der Gekreuzigte. Er zeigt seinen Jüngern seine Wunden und sagt: Schalom alächäm. Und das ist im Munde Jesu alles andere als der normale jüdische Gruß. Er spricht seinen verzweifelten und unter Schuld leidenden Jünger Seinen Frieden zu. Seinen Frieden, Seine Vergebung. Indem wer ihnen dabei die Wunden zeigt, versichert er ihnen: Ich habe Dein Versagen getragen. „In meinen Wunden liegt dein Heil!“ (Jesaja 53).

    Auf den ersten Blick sieht es so aus, als hätte der Auferstandene nicht viel Zeit. Aber darum geht es bei der Sendung nicht. Ihr seid meine Gesandten, Ihr seid meine Zeugen. Ihr werdet das Evangelium, die Botschaft von der Auferstehung und damit die Nachricht bzw. Tatsache, dass der Tod und die Macht der Sünde besiegt ist, rund um die Welt tragen. Jesus hat „alle Zeit der Welt“, aber er macht deutlich, dass es nicht auf die Qualität des Glaubens ankommt, sondern auf die Begegnung mit IHM.
    Wer Jesus, dem Auferstandenen begegnet, ist gesandt. Die Botschaft von Ostern ist so überwältigend, so „unglaublich“, dass sie weitergegeben werden muss. Jesus nimmt seine Leute in die Mission Gottes mit hinein. Jesus hat den Anfang gemacht. Ja, der Anfang ist gemacht. Aller Anfang ist schwer, und jetzt geht es weiter.

    Was macht die Sendung Jesu aus? Jesus macht sich klein, er hat keine Schwierigkeiten, den unteren Weg zu gehen. Er dient, ist bei den Mühseligen und Beladenen, Sünder sind bei IHM herzlich willkommen.

    Und genauso breitet sich das Reich Gottes auch heute aus. Nicht durch politische Kampagnen, aber dadurch, dass ein Mensch nach dem anderen durch uns Jesus Christus begegnet und so in die große Bewegung mithineingenommen wird.

     

    Pastor Andreas Fehler

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